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DER ORIENTALISCHE TANZ

Der Orientalische Tanz nennt sich auf arabisch "Raks Sharqi", auf deutsch "Tanz des Ostens".

Raks kommt aus dem Assyrischen und heisst eigentlich "sich freuen". Umgangssprachlich nennen wir den Orientalischen Tanz "Bauchtanz".

Der Tanz

Charakteristisch ist die Isolationstechnik. Isolation bedeutet, dass der Körper als Ganzes gesprengt und in Zentren unterteilt wird.

Die Zentren sind:

  • Hüfte/Becken
  • Bauch
  • Oberkörper
  • Schultern
  • Arme und Hände
  • Kopf
Die Zentren können räumlich und rhythmisch unabhängig voneinander bewegt werden.

Bewegungen im orientalischen Tanz sind einerseits weich, fliessend, wellen- und schlangenförmig. Charakteristisch sind aber auch die kraftvollen Akzente, kraftvolle Hüft- und Beckenbeweungen und abgesetzte Bewegungen. Auch Schrittkombinationen sind vorhanden, der Tanz kann aber fast an ein- und demselben Ort ausgeführt werden.

Es gibt verschiedene Stile, aus verschiedenen Epochen und verschiedenen Regionen. Bespiele sind der ägyptische Saidi, der Bauerntanz mit dem Stock oder die libanesische Dabke, ein Folklorereihentanz. Auch Fusionen gibt es, wie den arabisch-andalusischen Tanz oder den indisch-arabischen. Einige dieser Stile werden im Unterricht behandelt.

Ebenso werden einige der Accessoires behandelt: Schleier und Stock, weiter gibt es Zimbeln, das Schwert und den Leuchter (Shamadan).

Geschichte des Orientalischen Tanzes:

Seine frühesten Wurzeln werden in Schwarzafrika vermutet. Fruchtbarkeitsriten liegen den rollenden und kreisenden Bewegungen zugrunde. Diese Art von Bewegungen wurde auch von einigen afrikanischen Stämmen zum Zwecke der Geburtsvorbereitung praktiziert.

Durch die Pygmäen fand der Tanz im Jahre 2400 v.Chr. den Weg nach Ägypten. Sie wurden als Sklaven aus Afrika nach Ägypten gebracht. Am Hof der Herrschenden sollten die Sklaven Tänze zur Unterhaltung vorführen. Ägyptische Frauen übernahmen die Bewegungen von ihren Sklaven.

Andere Einflüsse sind aus der pharaonischen Zeit. Es gibt Formen in Aufzeichnungen des symmetrischen ästhetischen Pharaonentanzes, die noch heute im Orientalischen Tanz erkennbar sind.